Neben der Mitgliedschaft im WWF versuchen wir mein Mann Jörg und ich, auch in unserem eigenen bescheidenen Rahmen Dinge im Sinne des Natur- und Artenschutzes zu tun.

Auf unseren  Koppeln versuchen wir nicht nur eine möglichst tiergerechte Haltung für unsere Equiden zu praktzieren,  sondern belassen auch  viele Nischen für anderen Tierarten. So haben wir auf einer Koppel im Modebachtal z.B. ein Biotop erhalten und erweitert für Blindschleichen. Wir belassen Hecken als Unterschlupf und als Brutmöglichkeit zahlreicher Tierarten. Auch abgestorbene  Bäume werden meist belassen, da sie zahlreichen Insektenarten wichtige Lebensräume bieten. Viele der Koppeln, die wir gepachtet haben, mußte von uns erst einmal vom Zivilisationsmüll befreit werden. Wir vermeiden eine starke Überweidung, indem wir die Tiere häufig umstellen. Auf diese Weise finden sich auch seltene Blumen- und Kräuterarten immer wieder ein, z.B. Glockenblume, Primel, Fenchel und wilde Möhre. Leider müssen wir aber auch die zunehmende Übersiedlung sich ausbreitender exotischer Pflanzen z.B. Kanadische Goldrute und Springkraut verzeichnen. Diese sowie das für Mensch und Tiere sehr giftige Jakobs-Kreuzkraut werden von uns im Einklag mit der übrigen Natur bekämpft. Besonders froh sind wir über unsere Weiden im Böchingen, die kleine Nischen in der Rebenmonokultur bilden. Unsere Stallanlage bietet für die zahlreichen Singvogelarten im Winter eine solide Futtergrundlage, da hier in Hülle und Fülle aus dem Heu und Stroh Samen und Körner herausrieseln. Zudem fallen Apfel und Karottenstückchen an, sowie zahlreiche Insekten auf dem angrenzenden Misthaufen. Der Lohn dieser Arbeit zeigt sich dann, wenn man  sonst seltene Vögel z.B. auch mal einen Pirol oder einen Wiedehopf auf seinen Koppeln sichtet und wenn auch Rehe, Wildschweine, Füchse und Dachse neben den eigen Tieren unsere Koppeln ganz selbstverständlich benutzen.